© Helmut Walter
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Else (ohne Fräulein)

nach Arthur Schnitzler von Thomas Arzt
Eine Koproduktion mit SCHÄXPIR Theaterfestival für junges Publikum
mit N.N.
Regie: Florian Pilz
Lichtgestaltung: Roland Wagenhuber
Dramaturgie: Sigrid Blauensteiner
Uraufführung: 25.06.2019 Balkon
Aufführungsort: Balkon

Else, 15 Jahre, ist ohne Eltern auf Urlaub. Eine Woche am See, zusammen mit ihren besten Freundinnen. Aufsicht hat Elses Tante, der das Seehotel gehört. Sie will den vier Teenagern etwas „Sommerfrische“ ermöglichen. Das Drama, das folgt, beginnt schleichend. Ist es Neugierde? Dummheit? Übermut? Jedenfalls interessiert sich ein älterer Herr für die „süßen Mädels“. Er stellt sich als Bekannter vor – ein Geschäftsfreund von Elses Vater. Harmlos also. Und doch liegt etwas Übergriffiges in seinen Einladungen. Hat Else ihm vielleicht verschwiegen, wie jung sie ist? Findet sie Gefallen an einem koketten Spiel? Oder nützt er sie schamlos aus? Prekär wird die Lage, als Else beschließt, diesen Sommer zu einem unvergesslichen zu machen.

1924 erschien Arthur Schnitzlers Novelle Fräulein Else – der innere Monolog einer jungen Frau, die während eines Kuraufenthalts zum Sexobjekt degradiert wird und aus Verzweiflung Selbstmord begeht. Dramatiker Thomas Arzt und Regisseur Florian Pilz verorten Else nun in der Gegenwart – ohne das Fräulein. „Einfach Else“ möchte sie sein. Aber was bedeutet es, heute als starke, selbstbestimmte Frau aufzuwachsen? Wie frei sind wir in unseren Körpern? Und wo verlaufen die Grenzen zwischen eigener Entscheidung und Nötigung. Schnitzlers Klassiker wird zum fiebrigen Kammerspiel über jugendliche Intimität, Machtmissbrauch, sexuelle Gewalt und die Grauzonen dazwischen.

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Sujet: Helmut Walter