In ihrem Debütroman „Nationaltheater“ seziert die bosnische Autorin und Dramaturgin Tanja Šljivar die Eigenheiten eines großen Theaterbetriebs. Die Hauptfigur ist eine junge Frau, die mit gerade einmal 30 Jahren eine renommierte Stelle am serbischen Nationaltheater in Belgrad antritt. Sie muss sich damit in einer Institution
behaupten, die sowohl von einer jugoslawischen Vergangenheit als auch von nervenraubenden Produktionsbedingungen geprägt ist. Nebenher läuft auch noch ihr eigenes Leben mit seinen bizarren Stories.
Tanja Šljivar weiß, wovon sie spricht, da sie selbst Schauspieldirektorin des Nationaltheaters in Belgrad war. Die Tiefen und Untiefen eines modernen Theaters nimmt sie so analytisch präzise wie sarkastisch und humorvoll aufs Korn.
Im Gespräch mit Nadja Grössing gibt Tanja Šljivar Einblick in die Entstehung ihres autobiografisch gefärbten Romans und Mascha Dabić in ihre Rolle als seine Übersetzerin. In einer szenischen Lesung bringen die Schauspielerinnen Gabriele Deutsch und Johanna Egger Auszüge aus dem Text auf die Bühne.
Eine Veranstaltung des Forum Literaturübersetzen Österreich im Rahmen
von TRADUKI in Kooperation mit dem Literaturschiff
MIT
Gabriele Deutsch
Mascha Dabić
Johanna Egger
Nadja Grössing
Tanja Šljivar