Die zerbrochne Krug

Lustspiel von
Heinrich von Kleist

Dorfrichter Adam startet ramponiert in den Gerichtstag: Nach der vergangenen Nacht fehlen ihm Perücke und Würde, doch ausgerechnet heute prüft sein Vorgesetzter Walter die Provinzjustiz. Während Marthe Rull Ruprecht beschuldigt, einen wertvollen Krug zerbrochen zu haben, ahnt niemand, dass Adam selbst der nächtliche Eindringling war und nun gegen sich selbst ermitteln muss. 

©  Andreas Kurz
Premiere:
10.12.2026
Spielstätte:
Phönix:Saal

Besetzung


Ausstattung
Stefan Brandtmayr

Lichtgestaltung
Anselm Fischer


Martin Brunnemann
© Andreas Kurz
Martin Brunnemann
Johanna Egger
©   Andreas Kurz
Johanna Egger
Karina Möller-Pele
© Andreas Kurz
Karina Möller-Pele
Lukas Weiss
© Andreas Kurz
Lukas Weiss

Inhalt

Dorfrichter Adam hat eine harte Nacht hinter sich. Er behauptet, er sei gestürzt, und jetzt lässt sich auch noch seine Richterperücke nicht finden. Doch der Gerichtstag muss starten, denn sein Vorgesetzter Walter taucht auf, der die Rechtsprechung in der Provinz unter die Lupe nehmen will. Und so beginnt die Verhandlung, in der Marthe Rull den Verlobten ihrer Tochter Eve anklagt, in der Nacht zuvor einen wertvollen Krug zerbrochen zu haben. Ruprecht schwört, dass er es nicht war und er einen fremden Mann aus Eves Zimmer vertrieben habe. Was sie nicht wissen: Dieser Fremde war Richter Adam. Und so ist der genötigt, einer Gerichtsverhandlung vorzusitzen, in der er gegen
sich selbst ermitteln muss, was er mit allen Mitteln zu verhindern versucht. Wird es ihm gelingen, den Kopf
aus der Schlinge zu ziehen? 


Heinrich von Kleists großes Lustspiel von 1808 um einen veritablen Justizskandal könnte unserer Zeit entsprungen sein, in der Machtmissbrauch, Korruption, Manipulation und sexuelle Übergriffe auf der Tagesordnung stehen.