KLIMAZONE

Sinnestheater

Die KLIMAZONE ist das Klima und setzt auf das Sinneserleben statt auf Sprechtheater. Sie lädt zum Einlassen auf metereologische Phänomene als Äußerungen unseres Planeten ein. Wir sind Teil des Prozesses, unsere Körper sind Teil der Spielfläche. Hier kann Klima auf neue Weisen verstanden werden: Wir spielen das Wetter.

Dieses Projektvorhaben wird durch den Klimafonds der Stadt Linz finanziell unterstützt.

©Zoe Goldstein
Uraufführung:
13.10.2022
Dauer:
ca. 50 min
Spielstätte:
Phönix:Studio
Nächste Vorstellung:

05.02.2023

Besetzung

Gesamtkonzeption
Peter Androsch
Raumgestaltung / Kostüme
Natalie Pichler
Produktionsleitung
Leo Saftic
Komposition / Musik / Ton
Peter Androsch(in Kooperation mit ZMB, Kunstuniversität Linz / Co.Lab Akustische Ökologie )
Technische Betreuung / Live-Tonerzeugung
Rainer Gutternigg
Dramaturgie
Matthias Kreitner
Rainer Gutternigg
Rainer Gutternigg
erzeugt Geräusche
„Ich hatte drei Leben. Das eine nahm der Sturm, das andere der Regen und mein drittes Leben, eingeschlossen in zwei Blicke, das ertrank in Tränen.“
Mikis Theodorakis

Inhalt

„Nobody on this planet is going to be untouched by the impacts of climate change“, meinte Rajendra K. Pauchari, der ehemalige Vorsitzende des Weltklimarates. Hier hakt KLIMAZONE ein. Als ein intensives installatives Sinnestheater erzählt die KLIMAZONE nicht vom Klima oder Geschichten über das Klima, auch eine direkte Warnung vor dem sich verändernden Klima wird nicht ausgesprochen. Vielmehr gilt: Die KLIMAZONE ist das Klima. Hier erlebt man im Schnelldurchlauf zunächst Hitze und Dürre, Wind und Sturm, Gewitter und Regen, dann auch noch Nebel und Dunst, Schnee und Eis, Dunkelheit und Erdrutsche. So lädt sie zum Einlassen auf metereologische Phänomene als Äußerungen unseres Planeten ein. Wir sind Teil des Prozesses, unsere Körper sind Teil der Spielfläche. KLIMAZONE setzt auf das Sinneserleben statt auf Sprechtheater. Hier kann Klima auf neue Weisen verstanden werden: Wir spielen das Wetter.

Dieses Projektvorhaben wird durch den Klimafonds der Stadt Linz finanziell unterstützt.

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„Kunst - und besonders das Theater - ist immer ein So-tun-als-ob. Es wird so getan, wie wenn jemand weinte oder jemand ein Verbrecher sei. Gleichzeitig wissen wir, dass nichts „echt“ ist. Genau darum wird es echt und wirkt in uns drinnen, und wir weinen, lachen oder erschrecken beim Zuschauen. Das machen wir auch in der „Klimazone“. Wir wollen den Klimawandel verstehen, indem wir spielen. Wir spielen, wie uns die daraus folgenden Wetterphänomene berühren, außen und innen drinnen.“

Peter Androsch

 

Bühne an sich gibt es hier keine. Oder eben doch. Es gibt den Raum und es gibt die Menschen in diesem Raum. Allerdings dreht sich hier das Übliche, das Zu Erwartende um: Agieren wird hier die Technik im Raum, sie spielt quasi die Klimapartitur. Die Menschen werden die Effekte davon erleben, sie werden sie sehen, sie werden sie hören, sie werden sie spüren, ihre Körper sind die Bühne. In Anbetracht dieser Situation entwarf Natalie Pichler einen Raum, der all dies beheimaten kann, die Sinneserfahrungen genauso wie die Erzeugung von Sinneserlebnissen.

Diese sinnlichen Erfahrungen rufen direkt am Körper des teilnehmenden Publikums die Folgen der durch den Klimawandel verstärkten Extremwetterlagen auf. Hierzu kommt die gesamte Palette zum Einsatz, sei es Manipulation von Licht, Nebel, Luft oder Wasser. Durch diesen im wahrsten Sinne des Wortes elementaren Zugang zum theatralen Erlebnis soll jede:r unabhängig vom individuellen Wahrnehmungsspektrum ins Boot geholt werden, alle sollen ein Erlebnis aus der KLIMAZONE mitnehmen können.

Gerade im Sounddesign beschreiten wir mit KLIMAZONE neue Wege. Neben klassischen Werkzeugen wie einer Windmaschine, wie sie schon im Barocktheater zum Einsatz kam oder Tonröhren ist, verteilt im Raum, ein von der OTTO Kulturgenossenschaft entwickeltes OTTOsonics speaker-Soundsystem mit über zwanzig Lautsprechern installiert, das uns ermöglicht, Ton hyperlokalisiert-wahrnehmbar zu platzieren. So rollen beispielsweise diverse Wetterphänomene wirklich durch die Spielstätte. Außerdem sind Infraschall-Boxen verbaut, die im Körper tiefe Empfindungen hervorbringen.

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Stimmen
Harald Bodingbauer, Eva Salzner, Fatima El Kosht, Leo Saftic, Mayumi Shimizu, Malva Hatibi Krainz, Qianqian Feng-Schütz

Co.Lab Akustische Ökologie
Birgit Atzmüller, Fatima El Kosht, Gabriella Vincze-Baba, Daniel Kalkhofer, Sara Trawöger

Studios
Ute Wetscher, Claus Prellinger, CCP Studio, Ottosonics – Manu Mitterhuber, Orgel St. Severin, Gabriele Seil


Klänge von und mit
Peter Androsch, Alexander Jöchtl, Rainer Gutternigg, Manu Mitterhuber, Sam Auinger, Didi Bruckmayr, Wolfgang Dorninger, Jihoon Yu, Fatima El Kosht, Gabriella Vincze-Baba, Daniel Kalkhofer, Sara Trawöger, Esther Posledni, Mirjam Mercedes Salzer

Einblicke


Andreas Kurz
© Andreas Kurz
Andreas Kurz
© Andreas Kurz
Andreas Kurz
© Andreas Kurz
Andreas Kurz
© Andreas Kurz

Nächste Termine

05.02.2023
KLIMAZONE

17:00
Phönix:Studio


07.02.2023
KLIMAZONE

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Phönix:Studio


01.03.2023
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Der Kartenverkauf für März und April startet am 6. Februar.df