Irgendwo in so einem Zustand zwischen Jäger und Gejagtem hetzen wir täglich umher. Unser ganz persönlicher Gegenwarts-Sprint. Und rund um uns, da glitzern zahllose Abhängigkeiten, aus denen wir gerne weg wollen, weil die ganze Welt plötzlich wie verrückt nach dem großen neuen Sinn sucht, nach der großen neuen Ordnung. Und wir, wir sind mittendrin zwischen den Lämmern und Wölfen. Zeit, dass wir da mal ein Polaroid davon schießen.
Wenn man ins Theater geht und plötzlich was passiert, mit dem wirklich niemand, nicht mal die Theaterleitung, gerechnet hat, dann passieren plötzlich Dinge, an die keiner gedacht hat. Dann sitzen wir mittendrin zwischen Schimpansen, Feuerwehrmännern, Schwester Maria, Schauspieler:innen, Lämmern und Wölfen. Und alle diese Gestalten glitzern sich lautstark in unsere Seelen hinein.
Autor und Regisseur Josef Maria Krasanovsky fasst in diesem Auftragswerk, lose angelehnt an Motive aus Karl Kraus' "Die letzten Tage der Menschheit", mit viel Humor unsere Epochenauflösung, das allgegenwärtige Aufmerksamkeitsdefizit und den gleichzeitig enormen Geltungsdrang ins Auge und lädt auf einen Trip in die funkelnde Wunderkiste Gegenwart ein.